Materialien und Studien

ver.di-Studie: Die Arbeitsbedingungen von Führungskräften

ver.di-Studie: Die Arbeitsbedingungen von Führungskräften

Eine Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit 2013/2014

Zu Führungskräften zählen sich 27 Prozent aller Beschäftigten – Führungskraft ist also nicht gleich Topmanagement. Die Ergebnisse der Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit aus den Jahren 2013 und 2014 zeigen: Zwar sind Einkommen und Gestaltungsmöglichkeiten etwas besser als bei Beschäftigten ohne Leitungsfunktion; Arbeitsintensität und Arbeitszeitlage hingegen sind schlechter.

"Die Studie zeigt: Die Beschäftigten mit Vorgesetztenfunktion arbeiten in der Regel selbst unter starkem Druck. Was aus zwei Gründen nicht akzeptabel ist: zum einen, weil sie selbst einen Anspruch auf Gute Arbeit haben; zum anderen, weil es unter diesen Umständen nicht ausbleiben kann, dass sie einen großen Teil des Drucks an ihre MitarbeiterInnen weiter geben. Das ist kein Freibrief für z.B. Mangel an wertschätzendem Umgang – sowenig wie problematische Arbeitsbedingungen als Entschuldigung für unkollegiales Verhalten herhalten dürfen. Aber es zeigt, dass primär an den Bedingungen angesetzt werden muss, unter denen auch die allermeisten Vorgesetzten arbeiten, ohne dass sie derzeit darauf einen größeren oder auch nur irgendeinen Einfluss ausüben könnten: Personal bemessung, Arbeitsmenge, Renditeziele, Sollzahlen und dergleichen" kommentiert Werner Filipowski, Vorsitzender des MTI Bundesausschusses von ver.di.

Die ausführlichen Ergebnisse können in der Broschüre "Die Arbeitsbedingungen von Führungskräften" nachgelesen werden. Für den schnellen Überblick gibt es die "Shortcuts 1". Eine Auswahl an Grafiken aus der Studie steht ebenfalls als PDF zur Verfügung.