Crowdwork

Neues Factsheet: Crowdwork-Erfahrungen von ver.di-Mitgliedern

Neues Factsheet: Crowdwork-Erfahrungen von ver.di-Mitgliedern

In einem Factsheet hat der ver.di-Bereich Innovation und Gute Arbeit zentrale Ergebnisse aus der gemeinsam mit dem Münchner Arbeitssoziologen Prof. Dr. Hans Pongratz durchgeführten Umfrage zu Crowdwork veröffentlicht. ver.di-Mitglieder wurden danach befragt, ob sie auf Crowdwork-Plattformen arbeiten und über welche Erfahrungen sie verfügen.

Die Ergebnisse zeigen:

  • ver.di-Mitglieder sind auf Online-Plattformen aktiv und zwar rund 5 % der insgesamt 834 Teilnehmer/innen der Umfrage.
  • Die Gruppe ist sehr heterogen und besteht sowohl aus Angestellten, Solo-Selbstständigen wie auch Nicht-Erwerbstätigen wie z.B. Studierende und Rentner/innen.
  • Für den Großteil der befragten ver.di-Mitglieder handelt es sich um einen Nebenverdienst. Sie erarbeiten auf Online-Plattformen in der Regel Beträge bis maximal 500 Euro.
  • Die ver.di-Crowdworker schätzen den einfachen Zugang sowie auf Freelancer-Plattformen die Möglichkeit, neue Kundschaft zu gewinnen.
  • Die Befragten kritisieren die schlechte Bezahlung sowie unbezahlte Arbeit. Darüber hinaus kritisieren sie den Vermittlungsservice der Plattformen.

Insgesamt liegt die Arbeitszufriedenheit auf Plattformen deutlich unter der durchschnittlichen Arbeitszufriedenheit aller Erwerbstätigen. Für ver.di stellt sich die Frage, welche Verantwortung Plattformen für das von ihnen organisierte Marktgeschehen tragen und wie ver.di Crowdworker organisieren kann.

Die Ergebnisse sind im Fact-Sheet „Crowdwork: Erfahrungen von ver.di-Mitgliedern mit der Arbeit auf Online-Plattformen“ zusammengefasst, das hier zum Download bereit steht. Die ausführliche Fassung erscheint in dem Artikel „Online-Arbeit auf Internet-Plattformen“ von Prof. Dr. Hans Pongratz und Sarah Bormann im Herbst 2017.