ver.di-Studie „Arbeitsbedingungen und Digitalisierung“

Eine Sonderauswertung auf Basis des DGB-Index Gute Arbeit 2022
12.09.2023

Die vom ver.di-Bereich Innovation und Gute Arbeit herausgegebene Studie " Arbeitsbedingungen und Digitalisierung" basiert auf den Daten des DGB-Index Gute Arbeit 2022 und bereitet diese für den Dienstleistungsbereich auf. Demnach arbeiten mittlerweile 68 Prozent der Beschäftigten im Dienstleistungssektor in sehr hohem oder hohem Maß mit digitalen Mitteln. In (sehr) hohem oder in geringem Maß nutzen 60% der Dienstleistungsbeschäftigten Videokonferenzen und 21% „Künstliche Intelligenz“ (selbständig lernende Computerprogramme).

Weitere zentrale Befunde sind: 76 Prozent der digital Arbeitenden haben keinen oder kaum Einfluss auf den Einsatz der digitalen Technik an ihrem Arbeitsplatz. 44 Prozent gaben an, ihr Arbeitstempo werde in starkem Maße von der digitalen Technik bestimmt; 36 Prozent arbeiten sogar häufig in dem Gefühl, der digitalen Technik ausgeliefert zu sein. Die Teilnahme an Videokonferenzen bedeutete für 34 Prozent derjenigen, die an solchen Konferenzen teilnehmen, einen Zuwachs ihrer Arbeitsbelastung, für 12 Prozent jedoch eine Verringerung.

Für die Branchen Handel, Informations- und Kommunikationstechnik, Ver-/Entsorgung, Öffentliche Verwaltung und Krankenhäuser werden die Befragungsergebnisse gesondert ausgewiesen. Dazu gibt es jeweils Kommentare von den ver.di-Fach-/Bereichsleiter*innen bzw. Fachgruppenleiter*innen.

Im Anhang werden in kurzen Beiträgen ver.di-Aktivitäten und hilfreiche Projekte für gute digitale Arbeit sowie zur Digitalisierung von Gewerkschaftsarbeit vorgestellt.

Die Studie kann hier als Print bestellt werden und steht außerdem zum Download bereit.

 
Sonderauswertung Arbeitsbedingungen und Digitalisierung(2022)