ver.di-Studie zur Arbeit mit Menschen - Interaktionsarbeit

18.09.2019

Die ver.di-Sonderauswertung basiert auf den Angaben von annähernd 6.000 Befragten der Repräsentativerhebung mit dem DGB-Index Gute Arbeit, die im Dienstleistungssektor beschäftigt sind. 70 Prozent der befragten Beschäftigten des Dienstleistungssektors geben an, sehr häufig oder oft im direkten Kontakt mit Kund*innen, Patient*innen, Klient*innen, Bürger*innen oder Lernenden zu arbeiten. Diese Arbeit mit Menschen unterscheidet sich von nicht interaktiver Arbeit.

Den Ergebnissen der Sonderauswertung zufolge sehen interaktiv Arbeitende unter den derzeitigen Bedingungen in höherem Maß einen Sinn in ihrer Tätigkeit und sie identifizieren sich auch mehr damit. An Interaktionsarbeitende werden höhere emotionale und körperliche Anforderungen gestellt: Sie müssen eher ihre Gefühle verbergen, sind Streitigkeiten mit der Kundschaft ausgesetzt. Dazu kommt eine höhere Arbeitsintensität und schlechtere Arbeitszeitlage. Außerdem leisten viele Interaktionsarbeitende schwere körperliche und/oder einseitig körperlich belastende Arbeit. Nur 22 Prozent der interaktiv Arbeitenden sind der Meinung, dass die spezifischen Anforderungen dieser Tätigkeit bei ihrem Einkommen berücksichtigt werden.

Die Branchen IKT, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, Öffentliche Verwaltung, Einzelhandel, Alten- und Krankenpflege wurden gesondert betrachtet.

Die Studie ist als Printversion erhältlich (siehe Bestellschein) und steht zum Download bereit.

 
Cover Interaktionsarbeit